Im Jahr 2015 beliefen sich die FuE-Ausgaben in Thüringen auf insgesamt 1,18 Mrd. EUR, was 1,93 % des regionalen BIP entspricht (nationaler Durchschnitt: 2,82 %, EU: 2,03 %). 22,9 % der GERD werden von der Regierung, 28,9 % vom Hochschulsektor und 48,2 % von privaten Unternehmen erwirtschaftet (Eurostat, 2019). Dies deutet auf eine starke Fokussierung auf die Beteiligung der öffentlichen Forschung und Entwicklung hin (Eurostat, 2019). Im Jahr 2017 wurden beim Deutschen Patentamt 547 Patente angemeldet (1,2% der deutschen Anmeldungen; 25 Anmeldungen/100.000 Einwohner) (DPMA, 2019). Darüber hinaus wurden 2012 257,15 Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt eingereicht, d. h. 11,78 pro 100.000 Einwohner (nationaler Durchschnitt: 23,03 Patentanmeldungen/100.000 Einwohner) (Eurostat, 2019). Rund 1,86% des deutschen F&E-Personals sind in Thüringen beschäftigt (10.960 Vollzeitäquivalente, 2013), davon 47,6% in der Wirtschaft (Deutschlanddurchschnitt: 61,2%). (Eurostat, 2019). 2017 hatten 25,4 % der 30- bis 34-Jährigen einen Hochschulabschluss erworben und lagen damit deutlich unter dem deutschen Durchschnitt (34,0 %). (Eurostat, 2019). Darüber hinaus arbeiten rund 3,5 % der Thüringer Bevölkerung im Hochtechnologiesektor (sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor) (Eurostat, 2019).

Thüringen verfügt über eine Wissenschafts- und Forschungslandschaft, die sich aus fünf öffentlichen Universitäten und fünf Fachhochschulen zusammensetzt (eine davon ist privat) (Invest in Thüringen, 2019). In Thüringen gibt es ein breites Spektrum an Wissenschafts- und Forschungsinstituten. Tatsächlich sind in Thüringen 14 Universitäten und 19 nicht-universianische Institute vertreten, darunter fünf Institute und Forschungseinheiten der Fraunhofer Gesellschaft, drei Institute der Max-Planck-Gesellschaft, ein Institut der Helmholtz-Gemeinschaft, fünf Institute und Forschungseinheiten der Leibniz-Gemeinschaft sowie weitere Forschungsinstitute .Research in Thüringen (Forschung in Thüringen, 2019). Darüber hinaus verfügt Thüringen über drei Innovationszentren: das Thüringer Zentrum für Maschinenbau (ThZM), das Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo) und das Zentrum für Energie- und Umweltchemie (MOEL). Das Land beherbergt auch sieben Technologiezentren und Gründerzentren (BIC in Nordthüringen, GIS in Eisenach/Stedtfeld, IGZ in Rudolstadt, TIZ in Gera, TGZ in Ilmenau, TIP in Jena und TGF in Schmalkalden/Dermbach) sowie fünf Anwendungszentren. Das sind das Anwendungszentrum Mikrosystemtechnik Erfurt, das Medienzentrum Studiopark für Kinderfilme in Erfurt, das Zentrum für Modernes Bauen Weimar und das Zentrum für Kreative Industrie Weimar. Bei der IKT-Infrastruktur verfügen 94 % der Thüringer Bevölkerung über einen Breitbandzugang (Deutschlanddurchschnitt: 90 %) im Jahr 2018 (Eurostat, 2019). Die erneute rot-rot-grüne Regierung dürfte etwa ein Jahr an der Macht bleiben, die nächsten Wahlen sind für den 25.

April 2021 geplant, zumindest wenn vor der Wahl eine Einigung zwischen Ramelows Koalition und der CDU erzielt wird. Unterdessen will die Thüringer CDU als « konstruktive » Opposition dienen und die Regierungskoalition notfalls unterstützen. Der Freistaat Thüringen ist ein Bundesland, das an Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen und Bayern grenzt. Thüringen hatte 2018 2,16 Millionen Einwohner, das entspricht 3% der deutschen Bevölkerung (Eurostat, 2019). Thüringen hat eine Fläche von 16.172 km2 mit einer Bevölkerungsdichte von 133 Einwohnern/km2. Die Hauptstadt und größte Stadt ist Erfurt. Thüringen ist bekannt für seine Industriebranchen in den Bereichen Automobilzulieferindustrie, Werkzeugindustrie, Motorenbau, Softwarebau, Photovoltaikproduktion, Medizin und Biotechnologie sowie Linsenherstellung. Thüringens Hochschulen und Forschungseinrichtungen bringen die Region auf den neuesten Stand der Innovation und versorgen diese mit den Fachkräften, die sie brauchen, um dort zu bleiben.